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Bei Tibull (54-19 v. Chr.) 2, 5, 23 steht: /* Roma aeterua. Das ewige Rom.-- */ Propertius (48-16 v. Chr.) bietet uns 2, 10, 5-6: /* "Quod si deficiant vires audacia certe Laus erit: in magnis et volnisse sat est," Wenn auch die Kräfte versagen, so wird doch das kühne Beginnen Rühmlich sein: schon genügt's, hat man nur Grosses gewollt. */ Joh. Agricola von Eisleben ("Terent. Andria" Berl. 1544, d. 4, 1) nennt dies eine Sentenz Platonis. Wieso?--Anklingt <sp>Tibulls</sp> (4, l, 7): "Est nobis voluisse satis"--"Uns genügt's, gewollt zu haben".-- Aus des <sp>Propertius</sp> Pentameter (3, 21, 10): /* Quantum oculis, animo tam procul ibit amor, Wie aus den Augen sie schwand, schwand auch die Lieb' aus dem Sinn, */ scheint herzurühren: /* Aus den Augen, aus dem Sinn.-- */ Aus dem Pentameter des Ovid (43 v.-17 n. Chr.) "Heroiden" 13, 84: "Bella gerant alii! Protesilaus amet" ist offenbar das berühmte Distichon entstanden: (* Bella gerant alii! tu, felix Aiistria, nube! Nam quae Mars aliis, dat tibi regna Venus! Kriegführ'n lasse die Andren! du, glückliches Österreich, freie! Mehrer des Reiches ist Mars Anderen, Venus nur dir! */ "Felix Austria" findet sich schon auf einem Siegel Herzog Rudolfs IV. vom Jahre 1363 (vrgl. Dr. Franz Kürschner: "Herzog Rudolfs IV. Schriftdenkmale"). Dass, wie man meinte, Matthias Corvinus des Distichons Urheber sei, erwies Béla von Tóth als Irrtum (s. dessen "Szájrul szájra" (von Mund zu Munde), Budapest 1895, S. 22-25). Bis jetzt ist der ovid-kundige Verfasser der Verse noch unerforscht.-- Aus Ovids "Amores" 3, 4, 17 stammt: /* Nitimur in vetitum semper, eupimusque negata, Zu dem Verbotenen neigen wir stets und begehren Versagtes; */
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